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| Donnie Darko Director's Cut 2 Disk Set [DVD]
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Deutlich schlechter als die Original-Kinoversion
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Donnie Darko - Director's Cut [2 DVDs] (DVD) Donnie Darko. Das Kult-Phänomen. Jeder, der sich mit Filmen ein bisschen beschäftigt, hat von diesem Film zumindest gehört. Er wurde 2001 mit einem für US-amerikanische Verhältnisse sehr geringen Budget von 4 Millionen Dollar gedreht, kam dort kurz ins Kino und ging sang- und klanglos unter. Mit der Veröffentlichung auf DVD setzte dann jedoch besagtes Kult-Phänomen ein: in Internet-Foren wurde intensivst über diesen Film, und vor allem die Interpretation seines Inhalts, diskutiert. Das besondere an diesem Film waren zum einen sehr gute Schauspieler. Desweiteren die Filmmusik von Michael Andrews und die 80er-Jahre-Songs, die eine einmalige und den Film perfekt ergänzende Stimmung erzeugten. Dann die Geschichte, eine Mischung aus Science-Fiction (nein nein, nicht Star Trek oder so), Jugend-Psycho-Drama und Gesellschaftskritik, gespickt mit einer guten Prise sehr hintergründigem, dezenten Humor. Diese Geschichte wurde jedoch sehr verschlüsselt erzählt, vor allem in der zweiten Hälfte mit immer mehr Szenen, die eher verwirrten als Klarheit schufen. Aber das war egal. Und am Ende des Films saß man da, war überwältigt, und konnte trotzdem höchstens ansatzweise wiedergeben, was da nun eigentlich passiert war. Ein Film, der entweder komplett fesselt oder völlig an einem vorbei geht. War man gefesselt, ging die Suche im Internet los: was war denn da im Film nun wirklich passiert, was hatte der Filmemacher sich gedacht?
Regisseur Richard Kelly war bei der Kinoversion in seiner künsterlischen Freiheit eingeschränkt: aufgrund des geringen Budgets konnten einige seiner Wunsch-Lieder, für die die Lizenzkosten zu hochen waren, nicht in den Film eingebaut werden. Desweiteren war er Regie-Erstling und musste so diverse Schnittauflagen erdulden, unter anderem die, nicht über 2 Stunden zu gehen. Und nun gibt es den Director's Cut: Nach dem großen, nachträglichen Erfolg trat man an Regisseur Richard Kelly heran und bat ihn, den Film so fertig zu stellen, wie er es eigentlich vorgesehen hatte. Und hier zeigt sich ausnahmsweise, wie die Schnittauflagen eines Studios einem Film auch mal Gutes tun können. Ohne zuviel verraten zu wollen: die Veränderungen sind zum Teil vehement, lassen insgesamt viel weniger Interpretationsspielraum und bringen den Film deutlicher in Richtung Mainstream-Kino. Für diejenigen, die die Kinoversion schon kennen: es gibt Einblendungen des Buches "Philosophy of Time Travel", die den Fluss des Films stark stören; die hervorragende Musik von Michael Andrews ist an mehreren Stellen z.T. vehement zurückgenommen worden und plätschert eher im Hintergrund dahin - wenn überhaupt; hinzugekommen sind viele unnötige Soundeffekte, die den Film aufblasen, aber nichts Neues bringen; Mike Bauer hat zusätzliche, monotone, tiefklingende Keyboardschwurbelmusik konstruiert, die in fast allen Szenen auftaucht, die vorher perfekt ohne Musik auskamen, und jetzt nur nervt - z.B. in der allerletzten Schlussszene; ein paar Dialogteile sind dafür komplett rausgefallen - meistens, um die Story zu vereinfachen; usw usw.
Kelly hat natürlich das gute Recht, seinen Film so zu machen, wie er will. Man merkt aber sehr deutlich, dass er nicht verstanden hat, welche Aspekte seines Films das Kult-Phänomen haben entstehen lassen - was also das Besondere daran war. Letztendlich war der Film also doch nicht das Resultat eines genialen Regisseurs, sondern nur das glückliche und zufällige Zusammentreffen verschiedener anderer Faktoren.
Also, wer die Version sehen will, die der Regisseur sich vorstellte, nehme den Director's Cut. Wer die Version sehen will, die überhaupt nur in der Lage war und es geschafft hat, das Kult-Phänomen auszulösen, nehme die normale Kinoversion.
Vergesst den Director's Cut. Es kann nur einen geben - und das ist der Donnie Darko, wie er in der Kinoversion existierte. Donnie Darko Director's Cut: 3 Sterne (weil die Kernstory immer noch da ist)
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 9. Oktober 2005 | | |
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